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Leistungsorientiertheit - Offener Brief an Michael Spindelegger als neuer ÖAAB Obmann
Wolfgang Lambrecht
An Bei seiner Inaugurationsrede als neugewählter ÖAAB (Arbeitnehmerbund der ÖVP)-Obmann machte sich Michael Spindelegger - im Hauptberuf österreichischer Außenminister - speziell für "leistungsorientierte" Arbeitnehmer stark - besonders diesen (n u r diesen?) werde er bei der Bewältigung der derzeitigen Wirtschafts- (und Beschäftigungs-)Krise helfen. (Spindeleggers "Chef" ÖVP-Obmann Josef Pröll legte dem übrigens noch ein Schäuferl nach: dieser lobte eben diese "leistungsorientierten" Arbeitnehmer über den grünen Klee, "da sie mit ihrem Einsatz UND STEUERGELD die Auf eine Journalistenfrage, ob nicht die SPÖ und besonders die sozialistische Fraktion der Gewerkschaft "spezialisiert" sei für einen solchen Einsatz für Arbeitnehmer, antwortete Spindelegger auf zynischste und einen sprachlos machende Weise, dass "die 'Sozialisten, Gewerkschaftler' sich ruhig um die 'anderen' kümmern sollten: Arbeitslose und Frühpensionisten etwa..." Dass es auch a u ß e r h a l b der von ihm und anderen (im Besonderen ÖVP-)"Eliten" "leistungsorientierte" Menschen bei uns gibt wie z.B. (in den meisten Fällen, wenn überhaupt, sehr schlecht oder gar nicht "bezahlt") Mütter, Väter, Großeltern, alle Haus- oder Landarbeit Leistenden, Angehörige oder andere Pflegende, ehrenamtlich Tätige in den zahllosen gemeinnützigen Einrichtungen oder Vereinen etc.etc., bleibt völlig jenseits des Spindelegger-Pröllschen Blickwinkels. Und wie kommt Herr Spindelegger überhaupt dazu, Arbeitslose oder "Frühpensionisten" pauschal quasi als "Nicht-Leistungsträger" und damit als für die Gesellschaft "unnütz" (da nicht Steuern zahlend) und - so war's wahrscheinlich gemeint - sozialschmarotzendes Gesindel abzuqualifizieren? (Dass es - wie denn nicht? - NATÜRLICH auch unter Arbeitslosen und "Frühpensionisten" einige schwarze Schafe geben wird, sei nicht bestritten...) W A S kann denn jemand dafür, der trotz größtem persönlichem Einsatz und bestmöglicher "Leistungsorientiertheit" seine Arbeit verloren hat? Oder eine(r), die/der aufgrund von Krankheiten und/oder Berufsunfähigkeit in Rente gehen muß? Herren Mag. Michael Spindelegger und Josef Pröll: W A S bzw. W E R um Gottes Willen gibt Ihnen denn das Recht, S O menschenverachtend, überheblich und ungerechterweise auf diejenigen hinunterzuschauen und draufzuhauen, die nicht so viel "Fortune" und/ oder Chuzpe, familiären/gesellschaftlichen "Hintergrund" oder einfach so viel Egoismus und auch Rücksichtslosigkeit wie Sie in ihrem "Karrierelauf" hatten? Jedenfalls hat Ihre Einstellung und Haltung gegenüber (echten!) Leistungsträgern der Gesellschaft (siehe oben!) mit CHRISTLICH-SOZIALEM Selbstverständnis bzw. Auftrag - damit brüsten Sie sich ja meist! - schon rein GAR NICHTS ZU TUN... Wolfgang Lambrecht Sprecher Verein AMSEL = Arbeitslose Menschen Suchen Effektive Lösungen
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